Freitag, 8. November 2013

Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland auf Rekordniveau - #AES2012 Teil 1

Die Weiterbildungsbeteiligung liegt in Deutschland aktuell bei 49% und damit nur geringfügig unter dem angestrebten bildungspolitischen Ziel der Bundesregierung für das Jahr 2015.
„Unser Ziel ist es, die Beteiligung der Bevölkerung an Weiterbildung bis zum Jahr 2015 von 41 auf 50 Prozent zu steigern“
(Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007, zitiert aus Resultate des Adult Education Survey 2012, Seite 16)
Alles gut, könnte man deshalb meinen, wenn nicht, wie so oft, die Tücke im Detail läge: 

Der Satz ist keinesfalls nur eine persönliche Meinung, sondern er zieht sich als kritischer Unterton durch das gesamte erste Drittel des "Adult Education Survey 2012".

Adult Education Survey 2012

Unter institutioneller Herausgeberschaft des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) wurden in dieser Woche die Resultate des Adult Education Survey 2012 (AES 2012)veröffentlicht. Auftraggeber dieser knapp 390 Seiten umfassenden Studie, die alle 2 Jahre durchgeführt wird, ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Studie untersucht das Weiterbildungsverhalten der deutschen Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis unter 64 Jahren. Das BMBF nutzt das AES als Monitoring-Instrument zur Weiterbildungsbeteiligung, aber auch für Träger beruflicher und nicht-beruflicher Weiterbildung ist das AES ein wertvolles Analyse- und Planungsinstrument.

Untersucht wird die gesamte Palette der Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene. Zum besseren Verständnis der benutzten Begriffe, ist im AES diese Grafik enthalten.

Creative Commons Lizenzvertrag
Weiterbildungsverhalten in Deutschland, Herausgebende Institution: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz. Quelle

Eine kurze Erläuterung zur Grafik finden Sie hier. Zusätzlich gibt es eine Segmentierung der Weiterbildung in:
  • betriebliche Weiterbildung
  • individuelle berufsbezogener Weiterbildung
  • nicht-berufsbezogene Weiterbildung
Das sind, sehr verkürzt, die notwendigen Fakten zum Hintergrund der Weiterbildungsstudie (AES 2012).

Zentrale Ergebnisse

Weiterbildungsquoten sind auf dem Höchststand
Seit Beginn der Erhebungen (1991) haben wir im Jahr 2012 die bisher höchste Beteiligung an Weiterbildung. Die Quote von 49% entspricht etwa 25,1 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter.

CC-Lizenz und Quelle wie Abb. 1

In einer aufgeschlüsselten Erhebung der Quoten für Ost- und Westdeutschland ergibt sich ein deutlich höherer Anstieg der Weiterbildungsbeteiligung für Ostdeutschland (53%), gegenüber Westdeutschland (48%). Gleichzeitig stellen die Verfasser jedoch eine geringere Stabilität der Weiterbildungsquoten für Ostdeutschland fest und gehen dabei ursächlich von Schwankungen am Arbeitsmarkt und bei staatlichen Förderprogrammen aus.

Die insgesamt gestiegenen Weiterbildungsquoten können einerseits auf erhöhte Aktivitäten auf individueller Ebene zurückgeführt werden, oder auf eine Ausweitung der Teilnehmenden. Deshalb wurden in einem weiteren Schritt die einzelnen Weiterbildungsaktivitäten erhoben und somit die Weiterbildungsintensität gemessen. Die Anzahl der Aktivitäten pro Teilnehmendem haben sich in den vergangenen Jahren nicht nennenswert geändert. Etwa die Hälfte (49%) aller Teilnehmenden, führten im Erhebungszeitraumeine eine Aktivität durch, gut ein Viertel (26%) zwei Aktivitäten, ein Fünftel drei oder vier Aktivitäten und 5% kamen auf fünf oder mehr Aktivitäten.

Im Segment "betriebliche Weiterbildung" finden die meisten Aktivitäten statt
Auffälligster Befund ist in diesem Bereich die gegenläufige Entwicklung von betrieblicher Weiterbildung (Anstieg von 59% im Jahr 2007 auf 64% im Jahr 2012) und individueller berufsbezogener Weiterbildung (Abfall von 24% im Jahr 2007 auf 18% im Jahr 2012). Die nicht-berufsbezogene Weiterbildung zog von 2007 (16%) auf 18% im Jahr 2010 an und liegt unverändert auf diesem Niveau.

Rund zwei Drittel aller Weiterbildungsaktivitäten entfallen auf das Segment betrieblicher Bildung und sind damit nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich. 

Diese Tendenzen werden in einem nachfolgenden Kapitel des AES noch weiter untersucht. Im Kapitel 9 sollen neue Perspektiven auf individuelle Kofininazierungen betrieblicher Weiterbildung betrachtet werden.

Der generelle Zuwachs der Weiterbildungsaktivitäten ist nicht mit einem Zuwachs der Zeiträume verbunden.
Durchschnittlich werden für eine Weiterbildungsaktivität 43 Stunden aufgewendet. Dieser Wert wird aber stark von zeitintensiven Weiterbildungen beeinflusst.
  • Betriebliche Weiterbildungen umfassen im Durchschnitt 31 Unterrichtsstunden, die Hälfte aller Aktivitäten liegt aber im Bereich bis zu 12 Stunden.
  • Individuelle berufsbezogener Weiterbildung umfasst im Durchschnitt 68 Unterrichtsstunden, die Hälfte aller Aktivitäten umfasst bis zu 25 Stunden.
  • Für nicht-berufsbezogene Weiterbildung werden durchschnittlich 58 Stunden aufgewendet. In diesem Segment gibt es keine größeren Abweichungen vom Mittelwert.
CC-Lizenz und Quelle siehe Abb.1
Die über alle Weiterbildungsaktivitäten hinweg aufgewendeten Stunden ergeben das Weiterbildungsvolumen. Obwohl die Anzahl der Weiterbildungsaktivitäten bei der betrieblichen Weiterbildung sehr hoch ist, liegt das Weiterbildungsvolumen nur bei 50%. Dies liegt an dem sehr hohen Anteil kurzfristiger Weiterbildungen.

Der Anteil der individuellen berufsbezogenen Weiterbildung liegt bei 26%, der Anteil der nicht-beruflichen Weiterbildung bei 24%. Anhand des Weiterbildungsvolumens können sehr differenzierte Aussagen, zum Anteil einzelner Gruppen, an allen Weiterbildungaktivitäten gemacht werden. Dieser gruppenbezogenen Auswertung ist das fünfte Kapitel gewidmet.

Erwerbsstatus und berufsbezogene Merkmale dominieren die Weiterbildungsbeteiligung

Die Gruppe der Erwerbstätigen stellt mit 56% den höchsten Anteil aller Weiterbildungs-teilnehmenden dar. Die höhere Quote im Vergleich zu nicht erwerbstätigen Personen ist vor allem auf unterschiedlichen Zugang zu betrieblichen Weiterbildungen zurückzuführen.

Innerhalb der Gruppe der Erwerbstätigen, wird ein deutlicher Unterschied zwischen Vollzeiterwerbstätigen (57%) und Teilzeiterwerbstätigen (52%) festgestellt. Noch deutlicher werden die Unterschiede, wenn die berufliche Stellung in die Betrachtung einbezogen wird. Beamte beteiligen sich mit 81% am häufigsten an Weiterbildung, gefolgt von Angestellten (61%), Selbständigen (52%) und Arbeitern (38%). Angestellte in gehobenen Positionen stellen wiederum den höchsten Anteil an Weiterbildung insgesamt und insbesondere an betrieblicher Weiterbildung.

CC-Lizenz und Quelle wie Abb. 1

Damit bin ich bei meinem Eingangsstatement angekommen: Wer hat, dem wird gegeben.

Weitere interessante Aspekte, wie beispielsweise die Beteiligung von Frauen oder Menschen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen, demnächst an dieser Stelle.

Die gesamte Studie zum "Weiterbildungsverhalten in Deutschland" kann kostenlos beim W. Bertelsmann Verlag heruntergeladen werden.

Donnerstag, 7. November 2013

Formal, non-formal, informell - Die Crux mit den Begriffen

Wer sich mit Weiterbildung beschäftigt, ist zwangsläufig mit den unterschiedlichen Bildungsformen - formal, non-formal und informell - konfrontiert. Wohl dem, der sich dabei noch nie in diesem Begriffsdschungel verirrt hat. Hier hilft die aktuelle Weiterbildungsstudie "Adult Education Survey 2012" mit einer erfreulich einfachen Grafik und weil die gesamte Studie unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA veröffentlich ist, darf sie genutzt, verändert und verbreitet werden.

Die Bildungsformen in der Übersicht

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Weiterbildungsverhalten in Deutschland, Herausgebende Institution: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz. Quelle

Zur formalen Bildung gehören in die Deutschland die Bildungsgänge der Primar- und Sekundarstufe sowie der tertiäre Bildungsbereich, dies sind neben Hochschulen beispielsweise Fachschulen und Berufsakademien. Bei formaler Bildung handelt es sich in der Regel um organisierte, aufeinander aufbauende Vollzeitbildungsgänge. Als zusätzliches Kriterium gilt eine Verortung im Nationalen Qualifikationsrahmen sowie eine Mindestdauer von 6 Monaten. Damit gehört zum Beispiel die Meisterausbildung oder die Ausbildung zum geprüften Fachwirt/zur geprüften Fachwirtin in den Bereich der formalen Bildung, obwohl es sich streng genommen um Weiterbildung handelt.

Non-formale Bildung umfasst alle organisierten Lehr-/Lernsettings, die nicht in den Nationalen Qualifikationsrahmen eingebunden sind. Wesenliche Merkmale sind nach der Definition im "Adult Education Survey 2012", Seite 19:

Ein Mindestmaß an Organisiertheit – ein Anbieter der Veranstaltung ist identifizierbar, die Veranstaltung hat ein definiertes Lernziel und ein Curriculum, Anfang und Ende sind bestimmt.
Es handelt sich also um alle Bildungsangebote, die wir landläufig Weiterbildung nennen, wobei in der Weiterbildungsstudie noch die Unterscheidung nach:
  • betrieblicher Weiterbildung
  • individueller berufsbezogener Weiterbildung
  • nicht-berufsbezogener Weiterbildung
getroffen wird. Diese Segmentierung ist wichtig für die genauere Analyse der einzelnen Segmente, für die grundlegende Definition der non-formalen Bildung aber nicht notwendig.

Unter informellem Lernen wird schließlich jede Form von selbstorganisiertem Lernen verstanden, vorausgesetzt es liegt eine Lernintention vor. Hier liegt aus meiner Sicht ein wesentlicher Unterschied, zu der gelegentlich gebrauchten Definition des "zufälligen Lernens" oder "natürlichen Lernens".

Der Begriffsdschungel ließe sich somit leicht entwirren, wenn sich denn alle Beteiligten auf die Definitionen des "Adult Education Survey 2012" einigen könnten.

Die gesamte Studie zum "Weiterbildungsverhalten in Deutschland" kann kostenlos beim W. Bertelsmann Verlag heruntergeladen werden.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Warum ununi.TV mich bewegt

ununi.Tv ist ein Startup in der Finanzierungsphase. Manche gründen ihr Geschäft mit einem Bankkredit, andere finden großzügige Sponsoren und wieder andere finanzieren ihre Geschäftsidee mit vielen kleinen Kapitalgebern. Das nennt man dann Crowdfunding und diesen Weg geht ununi.TV. Das ist nur logisch, denn ununi.TV versteht sich als Crowd University - eine Bildungsplattform von allen für alle.

Die Idee hinter ununi.TV

Der Kern sind Videos im Netz. ununi.TV bietet dafür das Portal und die Community. Jeder kann mitmachen. Kann sich engagieren, sich qualifizieren, Inhalte produzieren und beisteuern, ein persönliches Modell entwickeln, um mit seinen Inhalten auch Geld zu verdienen. Ja, Geld! ununi.TV macht Spaß, es ist anders als die Plattformen, die man bisher zum Lernen kannte und es ist modern, aber auch unkonventionelle, moderne Menschen, mit Spaß an der Arbeit, müssen Geld verdienen.

Mach mit!
  Das Bild gibt es hier.

Mitmachen ist Programm

Vielleicht haben Sie beim Betrachten, rechts in der Grafik, die Lernenden gesucht. Das ist schwer darzustellen, weil sie sich jederzeit einklinken und Teil der Community werden können. Auch wer nicht mitmachen will, kann sich beispielsweise ein Live-Video wünschen und wird damit ein wenig zum Programmgestalter. Wer während eines Live-Videos Fragen hat, kann sich über Twitter, Google oder Facebook in die Diskussion einklinken, Fragen stellen, eigene Anregungen einbringen. Selbst die, die nicht live dabei sind und nur die Aufzeichnung sehen, können leicht über die sozialen Medien Kontakt zu den Akteuren aufnehmen.

Lernende können selbst Programm gestalten, indem sie Mitglied der Community werden und Videos produzieren, beispielsweise in Experteninterviews, in denen sie die Fragen stellen, die Ihnen wichtig sind. ununi.TV hilft bei der Expertensuche und unterstützt mit Tutorials und Leitfäden, damit das Interview gelingt. Das fertige Video kann wieder anderen beim Lernen helfen. Wie bildet man das alles ab?

ununi.TV ist ein Angebot zum Mitmachen, jede/r ist eingeladen, doch wer nur zusehen will, kann es gerne tun. Einfach nur zusehen heißt aber, die Chance auf anderes Lernen und aktive Vernetzung zu verschenken.

Warum ich mitmache

Für jemanden, der in der Online-Bildung arbeitet, sind die Vorteile von ununi.TV einfacher zu erkennen, als durch die Lernerbrille. Zunächst ist ununi.TV eine perfekte Lernumgebung. Ich treffe Menschen, die sich in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen mit Lernen beschäftigen und damit sehr verschiedene Blickwinkel mitbringen. Ich lerne, wie ich selbst zum Programmmacher werde und die Klippen einer Livesendung umschiffe. Nicht zuletzt lerne ich eine Menge über Vernetzung und das kreative Potenzial einer Online-Community.

Für meine Arbeit liefert ununi.TV eine Erweiterung meines Werkzeugkastens. Ich kann mir gut vorstellen, zusätzliche Leistungen, wie beispielsweise Online-Workshops oder Online-Beratungen, anzubieten.

Ich denke auch, dass mit ununi.TV andere Lernformen für ein breiteres "Publikum" möglich werden. In meiner Darstellung der "Old School" und der "New School" habe ich bewußt stark verkürzt. Natürlich gibt es nicht nur Frontalunterricht und natürlich gibt es gut konzipiertes Online-Lernen. Von letzterem profitieren aber bisher nur wenige. Es ist einfach nicht so, als würden auf breiter Ebene die Möglichkeiten sozialer Medien zum Lernen genutzt. Es stimmt einfach nicht, dass wir durch die Web-2.0-Technologien auch den Sprung zu E-Learning 2.0 gemacht haben. Wir könnten es, von konzeptioneller Seite, aber die Praxis sieht anders aus. Wer Messen, Kongresse und Veranstaltungen zum Thema E-Learning 2.0 nach Praxisbeispielen durchforstet, kann sich davon leicht ein Bild machen.

Die richtig gut gestalteten Projekte können sich oft nur Großunternehmen leisten. Wer in kleineren Betrieben arbeitet, hat Pech gehabt und muß mit Standardprodukten leben. Für diesen Bereich sehe ich große Chancen, weil durch die Nutzung vorhandener Technik  auch interessante Lernszenarien für kleinere Zielgruppen realisiert werden können. Ich meine damit keine klassischen Webinare, in die kann man sich auch jetzt schon einklinken. Es geht mir um die Nutzung von ununi.TV als Werkzeug zur Online-Zusammenarbeit, für Menschen, die bisher von diesen Möglichkeiten nicht partizipieren konnten. Wie das genau aussehen kann, ist die Frage, die mich im Moment bewegt.

Was Sie in der Zwischenzeit tun können? Ganz einfach! ununi.TV mit 3 Klicks unterstützen oder gleich weiter zu Startnext.

Update 14. Juni 2013: Zu konkreten Angeboten habe ich auf meinem Unternehmensblog mal weitergedacht.

Sonntag, 2. Juni 2013

So arbeite ich - so blogge ich

© Mirko Raatz - Fotolia.com
Im Laufe der Woche hat mir Julia Russau ein Blogstöckchen zugeworfen.

Angezettelt wurde die Aktion von Isabella Donnerhall und weil sie wissen wollte, wie wir denn so bloggen, sitze ich jetzt hier und habe den Salat *ähm* das Stöckchen.

Das Thema: This is how I work. Erste Erkenntnis, bevor ich richtig losgelegt habe: Ich blogge, wie ich auch sonst arbeite. Andere sind da lässiger,strategischer, mitteilsamer oder einfach viel witziger.

Blogger-Typ: Ich bin eine Gib-mir-einen-Grund-Bloggerin
Bloggen ist für mich Arbeit. Bloggen ist recherchieren, viel lesen, durchdenken, schreiben und verwerfen, formulieren und wieder über Bord schmeißen, mir Klarheit verschaffen über einen Sachverhalt, einen Standpunkt einnehmen. Das meine ich mit Arbeit und dazu brauche ich einen Grund. Manchmal ist es eine Diskussion, in die ich mich einklinken will, manchmal eine Frage aus dem Netzwerk und manchmal platzt mir einfach der Kragen.

Gerätschaften digital: Einen individuell zusammengebauten PC und ein Samsung Netbook.

Gerätschaften analog: Einen Collegeblock in DIN A5, weil der in jede Tasche passt. Außerdem Zettel und Haft-Notizen in allen Größen, Kugelschreiber, Filz- und Bleistifte.

Arbeitsweise
Am Anfang mache ich mir ein Bild. Das heißt, ich schreibe und zeichne alles auf, was mir spontan einfällt. Deshalb brauche ich auch Zettel in allen Größen. Der erste Entwurf sieht dann beispielsweise so aus:

oder er kommt als Mind-Map daher. In jedem Fall steht am Anfang immer sehr viel Handarbeit. Wirklich wichtige Dinge schreibe ich von Hand, ob das Geschriebene später so im Blog landet, ist eine andere Sache.

Welche Tools nutzt Du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Hier nutze ich die Software von Blogger.com, mein zweites Blog läuft mit WordPress. Letzteres gefällt mir von den Funktionalitäten und Plug-Ins wesentlich besser aber ich mag mich von diesem Blog nicht trennen.

Nachdem meine Uraltversion von Photoshop auf keinem Rechner mehr läuft, die neueren Versionen mir aber zu mächtig sind, versuche ich, mich mit Gimp für die Bildbearbeitung anzufreunden aber so richtig wird das nix. Das Gute daran: Ich habe gelernt, dass man auch eine Menge mit PowerPoint machen kann. Es ist nicht alles schlecht, an PowerPoint. ;-)

Bei Recherchen nutze ich hauptsächlich Google, SlideShare und Scribd. Meine Lesezeichen speichere ich bei diigo.

Nicht mehr missen möchte ich die Dropbox. Ich schätze einfach die Möglichkeit, meine Unterlagen auch unterwegs zur Verfügung zu haben und sie bei Bedarf zu teilen. Ich kenne die Vorbehalte aber in dem Punkt bin ich bequem.

Eins meiner wichtigsten Tools kommt ganz zum Schluß: Twitter! Auf Twitter teile ich nicht nur meine aktuellen Posts. Es ist eher meine Grundverbindung zu meiner Community, mein wichtigstes Informations-Tool und fester Bestandteil meiner persönlichen Lernumgebung.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Ich sammle zwar aber die meisten Ideen bleiben unverbloggt. Das liegt daran, dass ich das Blog eher zum Nachdenken, als zum Mitteilen nutze. Manchmal denke ich eine ganze Weile über etwas nach und beschließe dann: "Das muss die Welt nicht wissen."

Was ist dein bester Zeitpar-Trick / Shortcut für’s Bloggen /im Internet?
Alles aus! Twitter aus, keine E-Mails abrufen, Familie auf einen anderen Tag vertrösten.

Benutzt du eine To-Do-List-App? 
Nein. To-Do-Lists nutze ich nur, wenn es richtig unübersichtlich wird. Dann kommt aber auch keine App ins Spiel, sondern der gute alte Collegeblock.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne dass du nicht leben kannst?
Ich könnte auch gut ohne Telefon leben.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Einfach mal die Klappe halten und zuhören. Ich bin wirklich eine leidenschaftliche Zuhörerin und Beobachterin. Ich liebe es, mir Zeit zu lassen und ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und zu durchdenken.

Erklären kann ich, glaube ich, auch gut. Besonders, wenn es darum geht, Expertenwissen "laientauglich" zu machen. Orte ohne Navi finden und mich in Städten orientieren, von denen andere sagen: "Da verläuft man sich garantiert." Dickichte und Unübersichtliches sind so eine Art Spezialgebiet von mir. :-)

Außerdem koche ich das beste Radicchio-Risotto diesseits der Alpen.

Vermutlich gibt es aber eine Menge Leute, die das alles genau so gut können. Außer Radicchio-Risotto.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Absolut nichts! Ich bezweifle sehr, dass es so etwas wie Multitasking-Fähigkeit überhaupt gibt. Für mich gilt aber auf jeden Fall: Ich bin immer ganz bei einer Sache. Wenn ich schreibe, schreibe ich. Wenn ich Musik höre, bin ich ganz bei der Musik. Sollte ich jemals aus einer Veranstaltung twittern, hab ich mich dort furchtbar gelangweilt.

Wie ist dein Schlafrhythmus - Eule oder Lärche?
Eindeutig Eule. Der Morgen gehört den Routinetätigkeiten, die man auch mit kaltem Hirn bewältigt.

Eher introvertiert oder extrovertiert?  
Introvertiert, auch wenn es nicht sehr angesagt ist. Mich kümmert einfach der Applaus recht wenig, obwohl ich gerne berühmt wäre. Ich denke, Introversion wird einfach oft falsch interpretiert, als Schüchternheit oder Kontaktschwäche. Stimmt nicht! Wenn mir etwas wichtig ist, vergess ich alles Lampenfieber und stürme jede Bühne.

Wer sollte diese Fragen noch beantworten?
Ich wünsche mir, dass Heinz Wittenbrink , Sibylle Würz und Andrea Brücken das Blogstöckchen annehmen.

Der beste Rat, den du je bekommen hast?
Ich kann mich schwer entscheiden:
  • Schlaf noch mal drüber. 
  • Hör auf, ein totes Pferd zu reiten.

Noch irgendwas wichtiges?
Mach die Menschen, die mit dir zusammenarbeiten, berühmt.

Stammt nicht von mir, sondern von Jean-Pol Martin aber ich denke, das ist es. Gib den Menschen, die mit dir arbeiten Raum, lass sie glänzen und mach, dass jede Zusammenarbeit ein kleines Fest wird.

Donnerstag, 11. April 2013

#COER13 - Wieso, weshalb, warum?

Am 8. April ist der #coer13, ein offener Online-Kurs zu Open Educational Resources (OER), gestartet und ich nehme daran teil.

Im #coer13 wird sich also alles um frei zugängliche Bildungsressourcen drehen, wobei frei nicht nur kostenlos sondern auch frei für Veränderungen und Wiederveröffentlichung bedeutet.

Es mag auf den ersten Blick eher widersinnig erscheinen, wenn jemand, der sein Geld auch mit der Erstellung von Lernmaterialien verdient, lernen will, wie man kostenlose Materialien erstellt. Ist es aber nicht.


Der Bildungsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch

Ich bin der Ansicht, dass sich unsere Bildungslandschaft in den kommenden zehn Jahren massiv verändern wird. Dabei spielen Zeit und Kosten eine ebenso große Rolle, wie die technologischen und organisatorischen Entwicklungen:

  • Es wird noch Bücher aus Papier und Präsenzveranstaltungen geben aber keine Weiterbildungsangebote ohne digitale Anteile. Die darin enthaltenen Bildungsmaterialien müssen einfach erstellbar, veränderbar und flexibel einsetzbar sein.

  • Finanzielle Mittel werden überwiegend in hochwertige technologische Lösungen, wie beispielsweise komplexe Simulationen oder Augmented Reality fließen. Einfachere Bildungsmaterialien müssen deshalb künftig vor allem billig zu erstellen und flexibel nutzbar sein.

  • Die Hochschulen werden in weiten Teilen Anlaufstellen für berufliche Weiterbildung werden, entweder als alleiniger Anbieter oder in Kooperation mit Unternehmen und unterschiedlichen Dienstleistern. Das wird erhebliche Auswirkungen auf den sonstigen Weiterbildungsmarkt haben, verbunden mit dem Zwang zur Veränderung als Erbringer verschiedener Serviceleistungen.

  • Bildungsmaterialien werden nicht mehr für Lernende entwickelt, sondern mit und von ihnen.

Bei all diesen Entwicklungen werden OER eine erhebliche Rolle spielen.

Meine Ziele im #coer13: Professionalisierung und Vernetzung

Ich habe mich bereits im MOOC Maker Course #mmc13 mit der Frage beschäftigt, wie die Entwicklung von OER vorangetrieben werden könnte. Daran möchte ich anknüpfen. Es geht mir dabei einerseits um persönliche Professionalisierung, zu Themen wie
  • bessere Suchstrategien, 
  • Ideen und Tools zur Entwicklung von OER, 
  • Mindestanforderungen an die Qualität 
  • Erstellen von Materialien zu aktuellen Bildungsthemen für meine Blogs
  • ...
wie auch um Vernetzung mit anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmern. Neben diesen inhaltlichen Fragen interessiert mich natürlich besonders die Haltung anderer Freiberuflerinnen/Freiberufler zu OER. Sehen Sie die Ausbreitung von freien Bildungsmaterialien als Bedrohung, nicht relevant für Ihre Tätigkeit oder eher positive Entwicklung?

Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen, auch darauf, welche Materialien erstellt werden und welche Einsichten ich gewinne.

Donnerstag, 7. März 2013

Zwei neue MOOCs am Start - #coer13 und #ichkurs beginnen im April

Es kommt Bewegung in die deutschsprachige MOOC-Szene. Nach dem fulminanten Auftakt  zum Jahresbeginn bringt der April gleich zwei offene Online-Kurse, die das Zeug haben, auch richtig "Massive" zu werden.

#coer13 - Ein MOOC zu Open Educational Resources


Der #coer13 startet am 8. April mit dem Themenschwerpunkt Open Educational Resources. Es geht in dem Kurs darum, einen umfassenden Überblick über Theorie und Praxis offener und freier Bildungsmaterialien (OER) zu bieten.

Kursablauf

Neben einer Einführungs- und Abschlußwoche ist der #coer13 in fünf thematische Einheiten untergliedert. Die jeweiligen Schwerpunkte werden im Zwei-Wochen-Takt behandelt, ein aus meiner Sicht günstiger Rhythmus für eine nebenberufliche Teilnahme. Weitere Informationen finden Sie im Programm und in der Beschreibung des Kursablaufs.

Ich nehme am #coer13 teil und werde meine Beiträge hier veröffentlichen. Was mich besonders interessiert, ist die Frage nach der künftigen Bedeutung von OER für die betriebliche Weiterbildung. Martin Ebner, einer der Mitveranstalter des #coer13, vertritt die These (Folie 41):


In fünf Jahren werden urheberrechtlich geschützte Materialien uninteressant sein.




Sollte er damit Recht behalten, was bedeutet das dann für die Weiterbildung in Unternehmen und ganz besonders, was folgt daraus für die Anbieter entsprechender Weiterbildungskurse beziehungsweise für Contentanbieter?

#ichkurs - Ein MOOC zum Thema Persönliche Entwicklung


Der #ichkurs beginnt am 22. April und es wird sich alles um das Thema "Persönliche Entwicklung" drehen. Der Kurs wendet sich an Coaches und Trainer sowie alle, die Interesse an persönlicher Weiterentwicklung haben.


Kursablauf

Der #ichkurs umfasst sechs Einheiten, die im Rhythmus von 2 - 3 Wochen bearbeitet werden. Auftakt einer Kurseinheit wird jeweils ein Einführungsvideo sein, begleitet von weiterführenden Leseempfehlungen, Übungen, Spielen und Aufgaben sowie Interviews mit Experten und anderen Coaches.

Einen schnellen Überblick über die Themen und was dahinter steckt, liefert der ichkurs-Teaser.

Alle Inhalte des #ichkurs sind in der "Free-Version" kostenlos verfügbar. Was den #ichkurs aber besonders deutlich von anderen MOOCs unterscheidet, sind zusätzliche kostenpflichtige Leistungen. Je nach gewähltem Modell kann beispielsweise Betreuung durch Mentoren, Zugang zu einem geschlossenen Forum oder zusätzliches gedrucktes Material gebucht werden.

Am #ichkurs finde ich besonders zwei Aspekte sehr interessant:
  • Es wird eine sehr breite Zielgruppe angesprochen. Die bisherigen deutschsprachigen MOOCs, wie #opco11, #opco12 und #mmc13, waren in erster Linie Angebote für die Learning-Community. Das Thema "Persönliche Entwicklung" hat dagegen das Potenzial, diese Begrenzung zu sprengen und offene Online-Kurse auch unter ganz normalen Lernenden bekannt zu machen. MOOCs könnten damit ein Stück aus der Experten-Ecke geholt werden, hin zu den Lernenden, wo sie nach meinem Verständnis auch hingehören.
  • Hinter dem #ichkurs steckt auch die Erprobung eines Geschäftsmodells. Der Veranstalter, Dr. Johannes Moskaliuk, schreibt dazu selbst: "Allerdings funktioniert das Konzept nur, wenn eine kritische Masse an zahlenden Nutzern an dem Kurs teilnehmen." Wird es gelingen, genügend zahlende Teilnehmende für den Kurs zu gewinnen? MOOCs sind noch sehr neu im deutschsprachigen Raum und sie verlangen den Teilnehmenden einiges ab. Zu den Schwierigkeiten und Abbruchraten habe ich bereits im Verlauf des #mmc13 gebloggt. Kann ein kostenpflichtiges Angebot, besonders eine Betreuung, dazu beitragen, die Schwierigkeiten zu mindern. Wirkt sich möglicherweise die Bezahlung positiv auf die Motivation aus?
Zu diesen Fragen, wie auch zu den jeweiligen Einheiten des #ichkurs, werde ich in den kommenden Monaten hier berichten.

Dienstag, 5. Februar 2013

#MMC13 - Wie bekommen wir OER in den Pool?

In der 3. Woche des MOOC Maker Course #MMC13 ging es um Open Educational Ressources (OER). Die TeilnehmerInnen waren zu einem OER-Flashmob aufgerufen, alle fanden den Aufruf und die Idee gut aber es wurden relativ wenige Materialien zur Verfügung gestellt. Woran kann es liegen?

Open Educational Ressources und die damit verbundene Creative-Commons-Lizensierung sind ein sehr komplexes Thema. In komplexen Entscheidungssituationen, bei denen wir einzelne Aspekte nicht beurteilen oder einschätzen können, neigen wir zur Reduzierung der Komplexität, indem wir auf unser "Bauchgefühl" zurückgreifen. Wir nehmen dabei frühere Erfahrungen, Einstellungen und Werte zu Hilfe, um uns eine Entscheidung unter unsicheren Bedingungen zu erleichtern.

Ein kurzer Ausflug in die Umweltbildung


Im Bereich der Umweltbildung haben sich Fietkau/Kessel ausführlich mit der Kluft zwischen umweltrelevantem Wissen und umweltgerechtem Verhalten beschäftigt. Als Ansatzpunkte für eine Verhaltensänderung erkannten sie insgesamt 5 Bereiche, die das Verhalten beeinflussen: Wissen, Einstellungen und Werte, Verhaltensangebote, Handlungsanreize und wahrgenommene Rückmeldungen zu verändertem Verhalten. Fietkau und Kessel wiesen darauf hin, dass erst durch ein Zusammenwirken aller Komponenten eine Verhaltensänderung, hin zu umweltgerechtem Verhalten bewirkt werden kann. Sie bildeten dies als Modell in der sogenannten Lernspinne ab.

Ich möchte dieses Modell gerne in die Diskussion bringen, um mögliche Ansatzpunkte für die Erstellung von OER zu finden.

Modell "Lernspinne" nach: © Fietkau/Kessel: Umweltlernen, Königstein/Ts. 1981

Wissen: Im Rahmen der 3. Kurswoche wurden sehr viele Ressourcen zum Wissensaufbau zur Verfügung gestellt. Es wurde bei Google+ und Twitter diskutiert und über OER gebloggt. Den für mich treffendsten Beitrag schrieb aber Anja Lorenz, unter dem Titel: Du darfst ... was eigentlich?

Es ist tatsächlich vergleichbar mit der Umweltbildung, man muss, auch nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema, ohne sichere Grundlagen und Gewißheiten auskommen. Für alle, die jetzt nicht aussteigen wollen, lohnt die Beschäftigung mit den vier übrigen Elementen der Lernspinne.

Verhaltens-/Handlungsangebote: Hierunter fällt alles, was zur Vereinfachung beiträgt. Das können Plattformen sein, auf denen die OER schnell und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden können oder Tools, die mit relativ einfachen Mitteln zu kreativen Ergebnissen führen. Wesentlich wichtiger wären aber aus meiner Sicht konkrete Tipps, Anleitungen und Beispiele, die dabei helfen, die Einstiegshürden zu verringern. Wer hat Beispiele? Wo könnten wir Tipps bekommen? Twittert und schreibt es ins Community-Forum bei Google+.

Handlungsanreize: Welche Formen der Anerkennung sind möglich und wie sieht es eigentlich mit finanziellem Ausgleich aus? Nicht jede/r von uns arbeitet in einem Bereich, wo die Erstellung von Bildungsmaterial zur bezahlten Aufgabe gehört. Wer sein Geld mit der Erstellung von Konzepten und Materialien verdient, sagt zu Recht: Give me an “o”? No!
Was denkt ihr darüber? Wo seht ihr Lösungsansätze? Wer sollte mitdiskutieren?

Rückkopplungen: Ohne Rückkopplungen kann die Motivation schnell den Bach runter gehen aber welche Art von Feedback hilft wirklich weiter? Reicht Wertschätzung alleine aus oder kann auch hier über finanzielle Anerkennung nachgedacht werden? Bei vielen WordPress Plugins ist es ganz normal, dem Entwickler über eine Spende auch finanzielle Anerkennung auszudrücken. Ist das für OER vorstellbar? Wenn nicht, warum?

Einstellungen und Werte: Ob jemand bereit ist Materialien und Wissen zu teilen, hängt sicher von der jeweiligen Grundhaltung ab. Was aber ebenso wichtig ist, sind die Rahmenbedingungen unter denen das Teilen von Wissen stattfindet. Dazu zählen stimulierende Aspekte, wie oben angesprochen aber auch der gesetzliche Rahmen und die gesellschaftlichen Bedingungen. Das deutsche Urheberrecht macht es einem nicht eben leicht eine Kultur des Teilens zu entwickeln. Von der Politik dürfen wir wohl auch keine besondere Empathie für Bildungsfragen erwarten. Wie kann also der Rahmen, in dem wir uns bewegen, gestaltet werden?

Ich freue mich auf Ideen, Vorschläge und Diskussion.

Update: Handlungsangebote

In dieser Rubrik möchte ich Ideen, Tools und Beispiele sammeln, die das Erstellen von OER einfacher machen. Vorschläge, auch zu anderen Ansatzpunkten, sind jederzeit willkommen. Bitte einfach in den Kommentaren posten.

Strichmännchen

Oft fehlen Grafiken, um Inhalte zu visualisieren. Strichmännchen sind eine gute Möglichkeit,  Inhalte zu emotionalisieren und mit Leben zu füllen. Dabei kommt es überhaupt nicht auf perfekte Zeichenkünste an. Wie man ganz einfach Strichmännchen erstellt, zeigt Betsy Streeter in dieser Präsentation:


Sie finden die Präsentation bei Slideshare.

Eine Fundgrube mit Tipps zur Visualisierung von Wissen ist die Seite von knowvis.

Sketchnotes

Open Educational Resources CC BY-SA 2.0 Ralf Appelt
Mit Sketchnotes kann man gleich mehrere Schritte weitergehen. Sie bieten die Möglichkeit, Sachverhalte mit einer Mischung aus Bild und Text zu visualisieren und dabei auch Prozesse und Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Eine Einführung zu "Sketchnotes in der Lehre", eine anschauliche Schritt-für-Schritt-Anleitung und weitere Tipps gibt es bei Ralf Appelt.


Lernvideos

Quelle: Sandra Schön
Wie gute Lernvideos mit einfachen Mitteln - zum Beispiel mit dem Smartphone - produziert werden können, haben Sandra Schön und Martin Ebner in einem Booklet beschrieben.  Es ist gedruckt im Buchhandel erhältlich:

Gute Lernvideos: ... so gelingen Web-Videos zum Lernen
ISBN 9783732233168
Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt
48 Seiten, farbig, Softcover € 17,90
(Autorenmarge zugunsten des BIMS e.V.) oder kann kostenlos bei Slideshare oder als PDF heruntergeladen werden.






Mittwoch, 23. Januar 2013

#MMC13 Was kann ein MOOC Maker bei Pina Bausch lernen?

Ich denke ja gerne mal um die Ecke, mit der Folge, dass meine Bemerkungen gelegentlich etwas kryptisch wirken. Und manche Gedanken brauchen die einfach die Langfassung. Deshalb sitze ich schon wieder hier und blogge, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit habe. Erkenntnis: "Mit Sätzen, die das Wörtchen eigentlich enthalten, hast Du schon verloren!"


Als ich den Impulsbeitrag von Yvonne Stragies las, hatte ich sofort das Bild einer Primaballerina im Kopf. Die ideale Lernerin Sarah ist diszipliniert, zielstrebig, kontrolliert und leidensfähig, wie ich es eigentlich nur mit diesem Beruf verbinde.

Allerdings gelten die EinzeltänzerInnen auch als ausgesprochen zickig (ja, auch ihr Männer seid zickig, ihr nennt es nur revolutionär, weil bärbeißig nicht so schön klingt).

Wie also bringt man all die perfekten Prinzen und Prinzessinnen dazu, in der Gemeinschaft zu tanzen und ein wahres Feuerwerk zu entfachen? Auch wer sich, wie ich, mit Ballett überhaupt nicht auskennt, hat vermutlich schon von Pina Bausch gehört. Was liegt also näher, als nachzusehen, wie hat sie es denn gemacht.

Pina Bauschs Inszenierung
„Meine Stücke wachsen nicht von vorne nach hinten, sondern von innen nach außen.“ Die Stücke bestanden aus vielen Parallelhandlungen und oft aus Wiederholungen als wichtiges Stilmittel.

Liegt darin nicht auch das Prinzip der MOOCs?  Auch der MOOC breitet sich, ausgehend von einem Kernteam, kreisförmig und nicht linear aus. Damit bekommt für mich auch das Bild eines Tsunami eine völlig neue, positive, Bedeutung.

Die Parallelhandlungen waren für die Zuschauerschauer oft verwirrend, machten aber auch den Reiz und die Magie der Stücke aus. Die Wiederholungen sollten auch die Fähigkeiten der Zuschauer, Nuancen wahrzunehmen, schulen. Klingelt da was?

Pina Bauschs Fragen
Pina Bausch hat ihren Tänzern keine Rollenvorbilder gegeben, sondern mit Ihnen gemeinsam die Rollen und das Stück fragend entwickelt:

„Mach mal etwas ganz Kleines. Etwas abbrechen, was ist dann?

Aus den daraus entstehenden Fragmenten entwickelte sich etwas neues, etwas nie dagewesenes. Alles MOOC?

Pina Bauschs Ensemble
Jetzt wird es richtig spannend: Für diese Vorgehen brauchte sie Menschen, die nicht dem Idealbild entsprachen. Sie mussten bereit sein, Fehler zu machen, wegzugehen von der klassischen Schönheit, Schwäche zu demonstrieren ...

Für mich ist dieser unvollständige Vergleich auf jeden Fall ein neuer Anlass, die Perspektive zu wechseln.

Brauchen wir für einen großartigen MOOC unter Umständen gar keine perfekten Lerner?

Update: Diese Reaktion auf Twitter gehört unbedingt noch dazu!


Dienstag, 22. Januar 2013

#MMC13 - Woche 2: Kein MOOC für alle Fälle

Das Thema MOOC-Didaktik wird nach meiner Wahrnehmung derzeit von einem einzigen Thema getrieben: Drop-Out-Raten! Bei der Frage, ob MOOCs eine riesige Chance oder einfach nur ein einziger Hype sind, wird immer weniger über das Lernen im MOOC, worin die möglichen Potenziale liegen oder auch, warum MOOCs einfach nicht funktionieren können, geredet. Nein, es geht um den Drop-Out.


Im Herbst 2011 zog der Stanford-Kurs „Artifical Intelligence“, mehr als 160.000 registrierte Teilnehmer an, 20.000 schlossen die Prüfung erfolgreich ab. Zwei ähnliche Kurse, zu den Themen „Machine Learning“ (registriert 104.000/  abgeschlossen 13.000) und „Introduction to Databases“ (registriert 92.000 / abgeschlossen 7.000) hatten vergleichbare Drop-Out-Quoten. Diese Entwicklung wird von den Medien und der Fachöffentlichkeit aufmerksam verfolgt und kritisch kommentiert.
Quelle

Auch Prof. Dr. Rolf Schulmeister kritisiert in seiner Keynote bei der Campus Innovation 2012 die hohen Drop-Out-Quoten und nennt die problematische zeitliche Taktung als einen möglichen Grund (ca. ab Minute 35). Wer einmal wegen anderer Verpflichtungen sein Pensum nicht durcharbeiten kann, hat bei einer wöchentlichen Taktung  nach seiner Ansicht kaum noch eine Chance, Versäumnisse aufzuholen.


Quelle:  Lecture2Go, Universität Hamburg, Prof. Dr. Rolf Schulmeister, As Undercover Students in MOOCs

Die zeitliche Taktung ist sicher ein schwerwiegendes Problem aber nicht das Einzige.

Was also macht das MOOCen so schwer?

Zu dieser Frage stellte Dr. Joachim Wedekind in seinem Beitrag zur Campus Innovation 2012 einige Stolpersteine vor:
  • selbstgesteuerte Arbeit und Disziplin 
  • unkalkulierbarer Zeitaufwand 
  • Informationsflut ordnen, selektieren 
  • wenig/kein persönliches Feedback 
  • schwierige Leistungsbewertung 
  • setzt Social-Media-Kompetenz voraus
Dieses Bündel hat es in sich, weil die Schwierigkeiten der Lernenden neben methodischen Kompetenzen alle Facetten der persönlichen und sozialen Kompetenzen umfassen. Wie und wo kann man ansetzen?

Ansatz 1: Die Lerner müssen sich ändern

Man könnte jetzt natürlich hingehen und sagen: „Das sind doch alles Probleme, die in der Verantwortung der Lernenden liegen. Im Rahmen des lebenslangen Lernens müsste es doch im ureigenen Interesse der Lernenden sein, diese Fähigkeiten selbstgesteuert zu entwickeln.“


Wenn das aber nicht funktioniert, brauchen die Lernenden mehr und frühere Anleitung. Vor allem müssen sie Lernstrategien bewusst und planvoll einsetzen und ihre Medienkompetenz verbessern. Was läge da näher, als die Entwicklung eines MOOC-Führerscheins?

Durch eine strukturierte Unterstützung, mit einem Kompetenzrahmen, einem Lernplankompass (Teilkompetenzen, Bezug zum Lehrplan, Material, Werkzeuge) sowie den Inhalten und Werkzeugen, die im Netz zur Verfügung stehen, könnten Lernende in der Schule darauf vorbereitet werden, künftig als kompetente Selbstlerner durch das Netz zu navigieren.

Damit löst man allerdings nicht die Probleme der aktuell Betroffenen. Vor allem aber frage ich mich: Wie sollen die Lehrkräfte das leisten?

Ansatz 2: Die MOOCs müssen sich ändern

Wenn die meisten Lernenden mit den Anforderungen der MOOCs überfordert sind, müssen eben die MOOCs angepasst werden. Alternativ könnten vorgeschaltete Module zur Lösung des Problems beitragen.


Inspiriert von Jane Hart
Die Anpassung der MOOCs kann man zurzeit bei fast allen Anbietern von xMOOCs beobachten. Zentrale Anlaufstelle für die Lernenden ist ein Learning Management System. Dort werden Inhalte bereitgestellt, Lösungen eingereicht, Inhalte geteilt und Kontakte zu anderen Lernenden geknüpft. In den Kursen wird bewusst auf ein Überangebot an Quellen verzichtet, es werden Lernaufgaben gestellt, die bearbeitet werden müssen und die Lerner werden zu Peer-Reviews aufgefordert.

In Deutschland startet gerade ein Angebot der IMC AG im Verbund mit Hochschulen und Unternehmen. Professor Scheer, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der IMC AG,  beschreibt das Konzept der OpenCourseWorld mit den Worten: „Die Inhalte sind didaktisch auf die Online-Vermittlung ausgelegt und speziell dafür instruktionsorientiert produziert.“

Harvard begrenzt bei einem Angebot der Harvard Law School die Teilnehmerzahl auf 500.

Vergleicht man die Grundprinzipien eines MOOC:
  • keine verbindlichen Lernziele
  • dezentrale Struktur
  • Kernaktivitäten der Teilnehmenden: aggregate, remix, repurpose, feed forward
  • sharing by tagging
  • offener Zugang für alle Interessierten
mit den oben genannten Entwicklungen, kann man sagen: „Die MOOCs haben sich bereits radikal geändert.“ Man muss aber auch fragen: „Sind die oben skizzierten Online-Kurse noch MOOCs?“

Ein anderer Weg bestünde in vorgeschalteten verpflichtenden Modulen.  Sind solche MOOCs dann aber noch offen? Ist andererseits die Offenheit ein unverzichtbares Kriterium, wenn man durch eine vorübergehende Beschränkung den Lernenden Zugang zum selbstgesteuerten Lernen verschafft?

Eine weitere Möglichkeit wäre das geschickte Verknüpfen der Inhalte mit strukturierenden Elementen, Tutorials, Hilfen, betreuenden und motivierenden Komponenten.

Haben Sie jetzt gerade zustimmend genickt? Sie wissen aber schon, dass sich hinter dem lapidaren Satz die Forderung nach einem ausgefeilten didaktischen Konzept verbirgt? Mit welchen personellen und finanziellen Kapazitäten könnte man das umsetzen?

Ansatz 3: Die Perspektive muss sich ändern

Wie wäre es denn, wenn man einfach mal Dampf aus dem Kessel nimmt und etwas entspannter auf die Drop-Out-Quoten blickt?

Die MOOCs bieten erstmals Interessenten auf der ganzen Welt Zugang zu umfangreichen offenen Bildungsressourcen. Mit Harvard, Stanford und dem MIT scheinen plötzlich Institutionen zugänglich zu sein, die bisher nur Eliten vorbehalten waren. Angesichts der Chancen, die die MOOCs bieten, verhalten sich die Interessenten momentan wie Kinder im Süßwarenladen. Sie greifen überall zu und manch einem wird vorübergehend schrecklich übel. Kann man den Interessenten dieses Verhalten verdenken? Und spricht es andererseits gegen die MOOCs, wenn sie auf enormes Interesse stoßen?

Wir befinden uns in einer Phase des Experimentierens, Lernens und Erprobens. Die Veranstalter ebenso wie die Interessenten. Ist es in einer solchen Phase sinnvoll, die Drop-Out-Quoten informeller Lernszenarien mit den Abbruchquoten formeller Studienangebote zu vergleichen? Taugen solche Vergleiche überhaupt, um das Potenzial von neuen Formen kollaborativer Wissensaneignung auszuloten? Sicher nicht! Wer die Abbruchquoten bei einem MOOC mit Studien- oder Schulabbruch vergleicht, macht einen Kategorie-Fehler. Viele MOOC-Teilnehmer finden beispielsweise einfach das Format spannend. Haben Sie schon mal mit jemanden gesprochen, der ein Studium aufgenommen hat, weil er das Format Universität so interessant fand?

Auch die kritischen Kommentatoren hängen das Thema nicht so hoch, wie es durch die Berichterstattung in diversen Medien erscheint. Schulmeister beispielsweise hat in seinem Vortrag wesentlich mehr Zeit darauf verwendet, didaktische und auch ethische Probleme zu beschreiben, als auf die Missbilligung der Abbruchquoten. Und auch bei dieser Kritik problematisiert er nicht die Quoten an sich, sondern die Vermarktungsstrategien der Anbieter Udacity und Coursera.

Abschließend noch ein Blick auf die Absolventenzahlen: Der Stanford-Kurs „Artifical Intelligence“, hatte mehr als 160.000 registrierte Teilnehmer, 20.000 schlossen erfolgreich ab.

Wenn der Blick wieder frei ist für die Potenziale, die MOOCs bieten können, bestehen auch Chancen für eine gute MOOC-Didaktik. Ob das nun cMOOCs, xMOOCs oder Blended MOOCs sind, liegt ganz ideologiefrei an den angestrebten Zielen und Rahmenbedingungen. Einen MOOC für alle Fälle wird es ganz sicher auch künftig nicht geben. Ich wünsche allen viel Spass und Inspiration in der Didaktik-Woche des #mmc13.

Samstag, 15. September 2012

Social Learning - Worüber reden wir eigentlich (nicht)?

Social Learning ist ein enorm wichtiges Thema. Es ist wichtig, darüber zu diskutieren und Visionen zu entwickeln, wie Lernen künftig gestaltet werden soll. Was mir aber gegen den Strich geht, ist die Einseitigkeit der Debatte und die gelegentliche Verwirrung der Begriffe.

Die Diskussion um Social Learning erinnert mich an die Verheißungen, mit denen um die Jahrtausendwende E-Learning gefeiert wurde. Nicht weniger als eine Revolution des Lernens versprach man sich damals und der Kater war fürchterlich. Was mir gelegentlich auch fehlt, ist eine kritische Distanz und Differenzierung. Was ist eigentlich gemeint, wenn man von Social Learning spricht. Und worüber reden wir nicht?

Oft herrscht Verwirrung, wo Transparenz erforderlich wäre

Wenn wir von Social Learning sprechen können sehr unterschiedliche Dinge gemeint sein. Es kann die Rede sein:
  • vom Lerngegenstand, wenn ein bestimmtes Sozialverhalten gelernt werden soll.
  • von einer didaktischen Methode, wenn kooperative Lernformen eingesetzt werden sollen.
  • von der Lernorganisation, wenn im sozialen Kontext gelernt werden soll.
  • vom Einsatz von Social Media, wenn die Erarbeitung und der Austausch mit Werkzeugen des Web 2.0 geleistet werden soll.
In dieser Hinsicht müssen wir für Klarheit sorgen. Darauf haben die Kunden von Weiterbildungsdienstleistern einen Anspruch.

Dienstag, 10. Januar 2012

#ocwl11 - Einheit 5: Alles auf Anfang


Im OpenCourse Workplace Learning 2011 wurde gestern die fünfte Kurseinheit (Sozialpsychologische Aspekte von computermediierter Kommunikation) mit einer Online-Session abgeschlossen. Für mich, als eine der Kurspatinnen, hieß das zunächst alte Unterlagen hervorkramen und zu rekapitulieren worum es eigentlich geht. Andrea Brücken, die andere Patin dieser Lerneinheit, nutzte die „stade Zeit“ für die Planung einer Online-Session, die über ununi.tv live im Internet verfolgt, kommentiert und mit Beiträgen ergänzt werden konnte. Das Protokoll der Beiträge aus dem Twitterchat kann hier heruntergeladen werden.


Was ist an der computermediierten Kommunikation so besonders?

Zu den einflussreichsten Theorien zur Medienkommunikation zählt die Social Presence Theory (Short, Williams, Christie, 1976). Die Social Presence Theory wurde nicht speziell für die computervermittelte Kommunikation entwickelt sondern befasst sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen im Zusammenhang mit Telefon-, Audio- und Videokonferenzen. Ein wesentlicher Aspekt der von den Autoren untersucht wurde, war das Gefühl der sozialen Anwesenheit (Social Presence) anderer Personen bei einer lediglich durch Medien unterstützten Kommunikation. In der Social Presence Theory ist die soziale Präsenz als eine Eigenschaft des jeweiligen Mediums definiert, nicht als Eigenschaft der Personen, die das Medium nutzen. Das Gefühl der sozialen Präsenz ist nach Short et al abhängig von der Anzahl der Kanäle über die das jeweilige Medium verfügt.

Donnerstag, 29. September 2011

#solea11 - Die Social Learning Blogparade 2011

Es ist soweit. Der Social Media Berater Julian Grandke und ich starten gemeinsam eine Blogparade zum Thema „Social Learning“. Zusammen mit Ihnen wollen wir erkunden worum es beim „Social Learning“ eigentlich geht. Wir wollen Ideen jonglieren und einen Austausch zwischen Bloggern, Interessierten und Profis aus dem Bereich eLearning/Bildung und dem Feld Social Media & Community Management anregen.

Eingeladen ist jeder, der Interesse hat seine Gedanken und Ideen zu diesem Thema zu teilen. Egal ob Sie nun Profi oder engagierter Lerner sind. Auch Neulinge, die Fragen zum Thema „Social Learning“ haben, dürfen sich gerne einschalten. Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit diesen Eintrag zu lesen und wenden sich mit Fragen gerne an uns.

Mittwoch, 28. September 2011

3 Trends für den Arbeitsplatz der Zukunft

Beitrag zur Blogparade: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?

Bianca Gade hat die Wissensarbeiter zur Blogparade aufgerufen. Wie arbeiten wir, wie stellen wir uns die künftige Arbeit vor, welche Wünsche haben wir an unseren Arbeitsplatz? Ich denke, als Freelancer ist man bereits einige Schritte Richtung Arbeitsplatz der Zukunft gegangen. Für viele Normalarbeitsplätze werden künftig ähnliche Bedingungen gelten und ähnliche Fähigkeiten an Bedeutung gewinnen. Aus meiner Sicht werden dabei besonders die Soft Skills immer entscheidender. Es wird um die Fähigkeit zur Vernetzung gehen, um stetiges Lernen in wechselnden Lerngruppen, um vielfältigen Wissensaustausch und die Suche nach Lösungen, die nicht mehr in unser gewohntes Raster mit eindeutigen Richtig-/Falsch-Antworten passen. Was also wird den Arbeitsplatz der Zukunft kennzeichnen?

Mittwoch, 30. März 2011

Fünf Dinge, die ich wirklich nicht mehr sehen will

Manchmal weiß ich nicht was mich mehr ärgert. Die pauschale Verunglimpfung von E-Learning oder schlechte Beispiele aus der E-Learning-Praxis? Sätze wie dieser:


„Ich halte wenig von eLearning.  Ich bin der Überzeugung, dass es nichts Sinnvolleres gibt, als "vor Ort" gehen.“



treiben mir zwar kurzfristig den Blutdruck in die Höhe aber es ist eben eine Ansicht. Man kann sie diskutieren und notfalls sogar stehen lassen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Blended-Learning-Konzept „Fit for Future“ ist Online

Ich hatte angekündigt, meine Abschlussarbeit aus dem Zertifikatskurs Educational Media online zu stellen. Hier ist sie.

Ich habe die Abschlußarbeit und eine Kurzpräsentation bei SlideShare zum Download bereitgestellt. Zu den Lerninhalten der einzelnen Module habe ich noch zusätzliche Ausarbeitungen aus der Feinkonzeptionsphase. Wenn jemand Interesse an der Umsetzung hat, bitte bei mir melden.

Das Konzept in aller Kürze

Bei dem Weiterbildungsangebot „Fit for Future" handelt es sich um ein hybrides Lehr-Lern-Arrangement mit einem Wechsel von personalem Unterricht und betreutem, softwaregestützten Lernen. Das Lehr-/Lernangebot soll sukzessive selbständiges Lernen fördern und der Zielgruppe helfen, den Übergang Schule-Beruf besser zu bewältigen.

Das Lernangebot besteht aus den inhaltlichen Komponenten „Fit für IT" und „Fit für den Beruf " und „Fit für neue Medien". Letztere ist eine überwiegend methodische Komponente, die genutzt wird um Inhalte der beiden anderen Lernbereiche handlungsorientiert zu vermitteln. Das Lehr-/Lernangebot ist sequentiell strukturiert, mit kleinen Lerneinheiten, häufigen Übungen sowie Vor- und Nachbereitung der softwaregestützten Lerneinheiten.

Das Interesse der Jugendlichen soll durch den unmittelbaren Bezug zu einem konkreten Ausgangsproblem (bisher erfolglose Bewerbungen) geweckt werden. Mit der erfolgreichen Erarbeitung der vorgesehenen Materialien (Bewerbungsmappe, mediale Selbstdarstellung) soll die Motivation der Jugendlichen gestärkt werden.


Die Ausarbeitung


Und jetzt viel Spaß und Inspiration beim Lesen!